English

Bombardier Bauplatz 2

Bauträger: WEVAG Wohnpark Errichtungs-, Vermietungs und Beteiligungsgesellschaft / Freiraum: rajek barosch landschaftsarchitektur

Bauträgerwettbewerb

ST√ĄDTEBAULICHER ANSATZ

Die vorgeschlagene Bebauung besteht aus zwei ineinander verzahnten, nord-s√ľd bzw. ost-west ausgerichteten Bauk√∂rpern. Um eine optimale Belichtung beider Bl√∂cke zu gew√§hrleisten, wird zum einen hinter die in der Fl√§chenwidmung angegebene Baufluchtlinie zur√ľckgegangen, zum anderen ist die Erschlie√üung der Bauk√∂rper entsprechend modifiziert: Der ost-west orientierte Bauk√∂rper 1 ist zweih√ľftig angelegt und wird nordseitig durch eine ger√§umige Halle, die die M√∂glichkeit einer gemeinschaftlichen Nutzung bietet, erschlossen. Die Erschlie√üung des nord-s√ľd ausgerichteten Bauk√∂rpers 2 erfolgt mit nordseitig vorgelagerten Laubeng√§ngen.
Mit einem √ľberdecktem Platz in der Erdgescho√üzone von Bauk√∂rper 2, dem zu beiden Seiten Gemeinschaftsr√§ume zugeordnet sind, wird auf die Anforderung der Ausschreibung nach Blickdurchl√§ssigkeit in diesem Bereich reagiert.
Im Bauk√∂rper 1 sind den Erdgescho√üwohnungen weitl√§ufige Mieterg√§rten vorgelagert. Um die Einsicht in die Mieterg√§rten zu reduzieren liegt hier das Niveau der Wohnungen um 30 cm erh√∂ht, wodurch sich eine markante H√∂henstaffelung der beiden Bauk√∂rper zueinander ergibt und ihre ‚ÄěVerschneidung‚Äú auch optisch erlebbar wird.
Auskragungen am Kopfteil in der Dachgeschosszone von Baukörper 1 fungieren als Verbindungselemente zur angrenzenden Bebauung.


ARCHITEKTONISCHES KONZEPT

Die klare Linienf√ľhrung der beiden kompakten Bauk√∂rper wird durch eine funktional bedingte, skulpturale Durchformung differenziert, sowie durch den unterschiedlichen Einsatz von Farbe im Bereich der Stiegenh√§user und Loggien und Putz an den Fassaden akzentuiert.
Die skulpturalen Vor- und R√ľckspr√ľnge der Bauk√∂rper, die auch die Wohnungstypologien ablesbar werden lassen, ergeben sich durch zur√ľckgestaffelte Dachgeschosszonen mit vorgelagerten Terrassenfl√§chen sowie durch subtile Gestaltungselemente im Bereich der Loggien, die ab dem 1. Obergeschoss die Fassaden als gleichsam zweite Haut bereichern. Die haptische Struktur der Fassaden wird durch einen Edelputz hervorgerufen, der ein reiches Spiel an Reflexionen zulassen wird. Teile der nord-√∂stichen Erdgeschosszonen sind aus funktionalen Gr√ľnden (Unterbringung der M√ľllr√§ume) in Sichtbeton ausgef√ľhrt.
Bei Bauk√∂rper 2 wird die Nordfassade durch eine f√§rbige Stiegenhausverglasung belebt, wobei die einzelnen Farbfl√§chen dem Wechsel der Geschosse folgen. Eine zus√§tzliche Akzentuierung stellen gro√üfl√§chige, den Wohnungen auf der S√ľdseite vorgeblendete √Ėffnungen sowie nordseitige B√§nder mit Luftr√§umen und Vorpl√§tzen dar. Die Erdgescho√üzone wird durch die kristalline Struktur einer gro√üz√ľgigen Verglasung transparent gehalten. An der S√ľdfassade hingegen trennen verschiedenf√§rbige, transluzente Stegplatten die zweigeschossigen Loggien vom jeweiligen Loggienbereich der Nachbarwohnung. Goldfarbene Metallbr√ľstungen, leicht nach innen gekippt, dienen als Absturzsicherung. Im eingeschossigen 5. Obergescho√ü sind die gleichen Elemente ohne Kippung angebracht. Das funktionale Gestaltungselement der Metallbr√ľstungen wiederholt sich in Bauk√∂rper 1, wird hier allerdings von Stockwerk zu Stockwerk alternierend nach innen bzw. nach au√üen gekippt eingesetzt. Die Loggien werden so zu wohnungseigenen Freir√§umen, die Schutz und Geborgenheit, aber auch Offenheit und Ausblick bieten. Zum Aufr√ľsten wird ein der Goldfarbigkeit der Metallbr√ľstungen angepasster, montierbarer Sonnenschutz vorgeschlagen.
Bauk√∂rper 1 wird ebenfalls durch eine farbige Stiegenhausverglasung betont. Durch R√ľckspr√ľnge im Bauk√∂rper entsteht ein Vorplatz mit einem vertikalen Gr√ľnraumelement, den Abschluss der Stiegenhausfront bildet ein Wintergarten im Dachgescho√ü.