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Komet-Gründe

Ausloberin: HPD Holdung GmbH&Co. KEG in Kooperation mit Stadt Wien MA21b / Konsulenten: Statik: Gmeiner-Haferl ZT GmbH, Freiraum: ZT Cordula Loidl-Reisch, Kunst am Bau: Mag.art. Ingeborg Kumpfmüller

geladener, einstufiger Ideenwettbewerb

STÄDTEBAULICHER ANSATZ: BLOCKRAND, PIAZZA UND TURM

Die vorgeschlagene Bebauung besteht aus zwei nach innen transparenten Sichtbetonscheiben und einem Turm. Um die geforderte Bruttogeschossfläche (Büro 47.030m²,Hotel 8.363 m², Seminar 2.538 m²,Gastronomie 830 m², EKZ 9.838 m2 etc ) auf den Komet- Gründen in einem lockeren, städtebaulich durchlässigen Gefüge zu situieren, wird der großzügig durchmischte Sockelbereich durch ein Punkthochhaus ergänzt,das als markanter Kontrapunkt zur horizontalen Struktur des Sockels der Büronutzung dient. Gleichzeitig wird durch diese Konzeption eine singuläre Positionierung für die wirtschaftlichen Nutzungen geschaffen.

Die das Umfeld des Bebauungsgebietes prägende gründerzeitliche Blockrandbebauung der Bauklasse IV bleibt als städtebauliches Grundmotiv im Projektvorschlag gewahrt. Das Thema der Blockrandbebauung mit innenliegenden Freiflächen wird für die zeitgemäße urbane Nutzung modifiziert,indem Lichtgassen bzw. Erschließungs- achsen ("Transformation" der ehemaligen Fabrikgasse ) die Bebauung durchschneiden und öffnen. Zusätzliche Fußgängerstege und "Fühler" am nordöstlichen Rand der Bebauung verbinden das Projekt mit dem unmittelbaren städtebaulichen Umfeld bzw. mit den Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs. Diese Stege münden auf Ebene +5/ +6 in eine weitläufige Piazza, die in luftiger Höhe die Baulinie bewusst überschreitet, als Verteilerzone für übersichtliche Bewegungsströme sorgt, aber auch identitätsstiftende Wirkung besitzt. Die Baumasse wird auf diese Weise in angemessene maßstäbliche Einheiten gegliedert und in ihrer vom Verkehr abgehobenen Durchlässigkeit auch als Verweil- und Durchquerungsraum nutzbar.


FREIRAUMGESTALTUNG

Einheitlich ist der Bodenbelag, der auf Straßenniveau um und durch die Erdgeschoßebene führt.
Sein charakteristisches Muster belebt die Außenbereich der Geschäftslokale, " erweitert "diese visuell und suggeriert Zusammengehörigkeit des Gesamtkomplexes inkl. U-Bahn-Ausgang.
Tropfenförmige Pflanzelemente im Erdgeschoß lockern durch ihre Blätterpracht den Innenbereich auf, von hier "starten" Kletterpflanzen (z.B. Wilder Wein), die an Rankseilen in die oberen Etagen wachsen.
Auf der Ebene der Piazza, wo sich auch die Lobby des Hotels befindet, schimmert ein Wasserbecken und sorgt eine von Wasser überrieselte Wand für angenehm-frische Atmosphäre.
Eine Kombination aus Handlauf und Rankgitter - von Kletterpflanzen durchwachsen - sorgen für den Terrassen- abschluss der Ebene zum U4 Gebäude und sorgt für einen grünen Abschluss der auch von außerhalb des Ge- bäudes deutlich als homogen-grüne, horizontale Linie sichtbar ist.
Ähnlich einem Kronleuchter schwebt ein von Pflanzen beranktes Gitterelement unter dem zurückspringenden Bauteil des oberen Geschosses. Von einem seitlichen Pflanztrog aus breiten sich Kletterpflanzen über das Rank- gerüst aus und erobern nach und nach den Luftraum.

Piazzaebene
Piazzaebene