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Volkschule/Wohnheim Wagramerstraße 224b

Bauherren: WBV-GPA Wohnbauvereinigung für Privatangestellte gemeinnützige Ges.m.b.H., MIGRA gemeinnützige Wohnungsges.m.b.h. / Konsulenten: Freiraum: dnd landschaftsarchitektur, Statik: Gmeiner-Haferl ZT GmbH, TGA: HTB-Plan, Bauphysik: Dr. Pfeiler GmbH, Rendering: OLN

Städtebauliche Struktur
Der langgestreckte Baukörper entlang der Wagramer Straße bildet über den gesamten Grund-stücksverlauf eine klare, städtische Bebauungskante zum betriebsamen Straßenraum aus. Die gartenseitige Kammstruktur ermöglicht vielseitige- und gut nutzbare Freiräume für die Bildungseinrichtung und reagiert auf die räumliche Situation des Gymnasiums. Diese gärtnerisch gestaltete Freifläche ist visuell für die BewohnerInnen der Apartments erlebbar.
Das dreigeschossige Wohnheim wird auf einem zweigeschossigen Sockel der Bildungseinrichtung platziert. Durch die differenzierte Ausgestaltung der Fassade wird die Multifunktionalität des Gebäudes als solches im Stadtraum ablesbar.

Gebäudestruktur

Die beiden Nutzungen Bildungseinrichtung und Wohnheim sind horizontal klar voneinander getrennt. Die separaten und eigenständigen Erschließungen (Stiegenhäuser), stellen diese Trennung von Bildungseinrichtung und Wohnheim ebenso her. Ein zentrales und natürlich belichtetes Stiegenhaus führt Bewohner- und BesucherInnen in die oberen Wohnheimgeschosse. Die meist zweihüftig organisierte Erschließung bieten durch mehrere Kommunikationszonen Raum für Austausch und Begegnung. Im Süden befindet sich ein Fluchtstiegenhaus.

Wohnstruktur

Das Wohnheim beherbergt 112 Wohnheimapartments, von denen zwei Apartments behindertengerecht geplant sind. Die stringente Anordnung der Wohnheimapartments mit ihren klaren Grundrissen hat zum Ziel bei minimalem Baukörpervolumen das maximale Ausmaß an optimal nutzbaren Wohnflächen bereit zu stellen. Die Wohnheimapartments weisen Größen von 20m² bis 35m² auf und zusätzlich sind die gartenseitig orientierten Apartments mit Terrassen, Loggien oder Balkonen ausgestattet. Den Besucher und BewohnerInnen stehen drei Gemeinschaftsräume und zwei Kommunikationszonen zur Verfügung. Zusätzlich dienen zwei Gemeinschaftsterrassen im Dachgeschoss als Erholungsräume. Auf die Vielfalt wird Bedacht genommen indem unterschiedliche Apartmenttypen entwickelt wurden.

Gestaltung / Materialität

An der städtebaulichen Kante ist die Schichtung der Funktionsbereiche am Baukörper durch eine differenzierte und verschiedenfarbige Fassadengestaltung ablesbar. In den unteren beiden Geschos-sen unterbricht die Faltung der Fassade die Stringenz der Wagramer Straße. Die oberen linearen Wohnheimgeschoße formulieren ein stringentes Bild, der Offenheit und Geschlossenheit, diese wird durch die verschiedenfärbige Metallfassade verstärkt. Dadurch setzt sich das Wohnheim deutlich von der Bildungseinrichtung, dem Sockel ab.
Gartenseitig hingegen sind die Fassaden verputzt konzipiert und die abgestufte Kammstruktur mit den vielfältig gestalteten Außenraumbereichen bildet ein lebendiges Bild aus.