Pädagogische Hochschule Salzburg

Ausloberin: Bundesimmobilienges.m.b.H., Planen&Bauen - region S,T,Vlbg / Konsulenten: Freiraum: grünplan gmbh

EU-weiter Realisierungswettbewerb (letzte Runde)


Städtebauliche Kriterien

Qualität des Eingriffs in das städtebauliche Ensemble/ Ablesbarkeit und Kontext zum Bestand:
Ein neuer Baukörper am Kopf des gesamten Gebäudekomplexes an der Akademiestraße schafft, aus Richtung Innenstadt kommend, ein neues Entree. Zusammen mit dem durch den Neubau entstehenden Platz markiert dieses Portalbauwerk, noch betont durch dessen Auskragung, die Adresse der PHund der bereits sanierten Schulen und bewirkt einen weicheren Übergang zum Grünzug Freisaal. Ein geschickt eingesetzter Basisbaukörper mit dem Haupteingang fügt die Pädagogische Hochschule zu einer kompakten jedoch durch Höhenstaffelungen und deutliche Baukörperausformung differenzierten Gesamtheit zusammen, die Neubau und Bestand inkludiert.
An der Viktor-Keldorfer-Straße wird die Bebauung kleinteilig in die bestehende Umgebung eingefügt. Der Grünzug Freisaal wird bis an den Bauplatz heran und in drei Abschnitten auf dem Bauplatz weitergeführt. Zwei als Pavillons in Erscheinung tretende Gebäude, die mit einer Brücke verbunden sind, ermöglichen diese Durchlässigkeit zwischen Grünzug Freisaal und lockerer städtischer Bebauung. Die mit Erdgeschoss und erstem Obergeschoss niedrig gehaltene Bebauung lädt im Bereich zwischen den Pavillons, hervorgehoben durch die Brücke, zum Verweilen und zum Betreten des Kreativ- und Naturwissenschaftlichen Teils der PH ein.

Freiraumgestaltung

Bezug zur Umgebung/ Bezug und Interaktion mit der Grünachse Freisaal und den Außenräumen des „Uni-Parks Nonntal“:
Im nordwestlichen Bereich des Wettbewerbsareals wird eine Platzsituation geschaffen, die ein Drehgelenk zwischen der Pädagogischen Hochschule und der Umgebung darstellt. Von hier aus sind über Fuß- und Radweg durch den Grünzug Freisaal der Unipark Nonntal und die Innenstadt sowie der südliche Landschaftsraum gut erreichbar.
Am Platz befinden sich Aufenthaltsbereiche, Sitzmöblierung, die die Kommunikation fördern sowie eine Kiss & Ride-Zone für die Praxisvolksschule. Direkt im Anschluss an die Mensa wird eine Terrasse errichtet, die zum Sitzen im Freien einlädt. An der Akademiestraße, die von einer Allee begleitet wird, sind Park- und Radabstellplätze
vorgesehen, umgeben von einer Baumhalle, die für Grünausstattung sorgt. Westlich des Platzes schließt die Hecke des Grünzugs Freisaal den Platzbereich ab.
Die Praxisvolksschule wird mit Holzdecks, die direkt an die Klassenzimmer andocken, ausgestattet. Hier können die Pausen genossen oder der Unterricht ins Freie verlegt werden. Eine Bewegungsfläche mit Spiellandschaft und ein Wildes Eck mit Hecken zum Naschen runden den Gartenbereich ab. Im 1.Obergeschoß werden mit Holzdecks ebenfalls unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten geschaffen. Im 3.Obergeschoss kann man von den Sonnendecks den Grünzug sowie den Platzbereich überblicken und hat eine Sichtverbindung zur Festung Hohensalzburg. Die Dachbegrünung erfolgt mit Saatgut der umgebenden Langgraswiesen, sodass sich der Grünzug auf der Dachlandschaft fortsetzt . An der Viktor-Keldorfer-Straße finden sich diese gleichen Gestaltungselemente wieder.

Architektonisches Konzept

Baukünstlerischer Ansatz / Gesamtstruktur, Architektonische Qualität im Außen- und Innenraum / Räume mit Aufenthaltsqualität / Umsetzung pädagogischer Konzepte in der Entwurfsidee:
Mit klarer Formensprache und harmonischer Gebäude-Komposition soll eine Präsenz der Offenheit und Lebendigkeit für die Pädagogische Hochschule geschaffen werden. Dazu sind die Bauwerksteile nach innen kompakt und nach außen offen und transparent gehalten. Die Zusammenführung von Bestand und Neubau an der Akademiestraße soll zum neuen funktional dichteren Gefüge auch in der Materialität der Innen- und Außenräume mit einem gemeinsamen Gesicht und als neues prägnantes Volumen in Erscheinung treten. Die vier in den Höhen
differenzierten Baukörper am Standort Akademiestraße – zwei Bestand, zwei Neubau - werden durch die Materialien - weiße Fassadentafeln aus Metall und Sonnenschutzlamellen, die in einem reliefartigen System angeordnet sind - zu einer Einheit verschmolzen. Andererseits wird ein sensibel implementiertes Domizil für Kultur und Bildung mit dezenter Eleganz an der Viktor-Keldorfer-Straße angestrebt.
Sehr gute Sichtverbindung zum Landschaftsraum auf beiden Bauplätzen sowie direkte Außenraumbeziehung durch fließende Übergänge vom Innenraum zu Plätzen, Atrien und Dachterrassen auf den Bauplätzen und neuen Gebäudeteilen bringen eine besondere Innen-Aussenraum-Qualität. Ein eigener gut überschaubarer Außenraum im EG sowie ein Terrassenbereich im OG1 sind der Volksschule vorbehalten.
Helle, mit Tageslicht belichtete Räume überwiegen in allen Gebäudeteilen. Auch in die Untergeschosse wird mittels Atrien und Lichtkuppeln Tageslicht geführt. Großzügige Foyers unterstützen eine gute Orientierung.
Es werden große zusammenhängende Lehr- und Lernbereiche mit Verbindung zu Kommunikationsflächen und teilweise zu Außenbereichen angeboten. Nebeneinander liegende Unterrichtsräume können zusammengeschaltet werden, andererseits lässt das Fassadensystem auch Unterteilungen in kleinere Bereiche zu.
In der Volksschule, die zwar im Gesamtvolumen, aber unabhängig vom Betrieb der PH bespielbar ist, sind zur Schaltbarkeit der Klassenräume zusätzlich Lern- und Spielbereiche vorhanden sowie flexible Einheiten, die getrennt oder als großer Raumzusammenhang nutzbar sind. Das schuleigene Foyer verbindet über einen Luftraum die beiden Etagen der Volksschule. Im Außenbereich finden sich neben den Bewegungsbereichen auch Holzdecks für Freiluftklassen.

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