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Seestadt Aspern, Baufeld D9

BautrĂ€ger: KriegerheimstĂ€tten gemeinnĂŒtzige Bau- und Siedlungsgenossenschaft reg.Gen.m.b.H., Neues Leben gemeinnĂŒtzige Bau- Wohn- und Siedlungsgesellschaft reg.Gen.m.B.H. / geimeinsam mit: hermann & valentiny und partner, Freiraum: Carla Lo Landschaftsarchitektur

BautrÀgerwettbewerb

STADTSTRUKTUR
Zwei winkelförmige Baukörper definieren einerseits die Raumkante zur GeschĂ€ftszone im SĂŒden, andererseits den Straßenraum zur komplexen Bebauung auf Bauplatz D8 sowie als platzbildende Randbebauung im Norden den inneren Platz.
Dem Konzept des „OFFENEN BLOCK’S“ folgend wird der Blockrand im Osten unterbrochen.
Ein Punkthaus bzw. die bauliche Besetzung der Ecken charakterisieren den Straßenraum und nehmen Bezug auf Bauplatz D5a: es entsteht ein Wechselspiel von straßenbegleitender und offener Bebauung.
Situationsbedingt werden ablesbare Baukörper formuliert, die durch ihre Anordnung bzw. Hö-henstaffelung sowohl als Einzelobjekt wie auch als Ensemble lesbar sind und somit identitĂ€ts-stiftend wirken. Die Eckbereiche an der Raumkante im SĂŒden setzen Akzente.
DurchgĂ€ngige horizontale Balkon- und Loggienelemente schaffen eine Schichtung der Ge-bĂ€udefronten. Ein sich nach SĂŒdosten hochstaffelnder Baukörper antwortet auf den, sich zum Stadtteilpark öffnenden Straßenraum.
Die Differenzierung der bestehenden und der durch den Straßenraum definierten Topographie, gibt die Möglichkeit der klaren Zonierung von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Freibereichen.
Die Ebene des bestehenden GelĂ€ndeniveaus wird im Osten und Westen als „sanfter Über-gang“ zum öffentlichen Raum ausgebildet. Als urbanes Vorfeld fĂŒr belebte Erdgeschossberei-che dient es als Kommunikationszone fĂŒr CafĂ©, Lokale, BĂŒros (Arbeiten & Wohnen).
Gleichzeitig wird im Westen, Norden und Osten eine Hochparterre-Ebene ausgebildet.
Abstand und Höhendifferenz zum öffentlichen Raum garantieren PrivatsphĂ€re und Geborgen-heit fĂŒr die Wohnbereiche.
Der Hof folgt der Topographie des Straßenraumes. Eine Nord- SĂŒd- Verbindung vernetzt den wohnungsbezogenen Freiraum mit der belebten GeschĂ€ftszone im SĂŒden und dem inneren Platz im Norden. Die Ost- West Durchwegung zoniert belebte Bereiche wie den Jugend- und Kleinkinderspielplatz und ruhige interne Aufenthaltsbereiche. Von GebĂ€udefronten mit vorge-lagerten Terrassen gefasst, vermittelt der zentrale Bereich des Hofes mit GrĂŒnflĂ€che
Geborgenheit und IntimitÀt.
Die vorgeschlagene stÀdtebauliche Struktur schafft belebte Verbindungen, die sich im Inneren des GebÀudes fortsetzen und identitÀtsstiftend wirken.

GEBÄUDESTRUKTUR
Differenzierte Baukörper fĂŒhren zu unterschiedlichen GebĂ€udetypologien bzw. einer Vielfalt des Wohnens:

a) Hallentyp
SĂŒd- und Westwohnungen mit Blick in den Straßenraum; Ostwohnungen gartenbezogen
Der Hallentyp mit zweihĂŒftig situierten Geschosswohnungen ab dem Hochparterre ist lichtdurchflutet.
Dachverglasungselemente in Verbindung mit LuftrĂ€umen und stirnseitige Verglasung fĂŒhren das Licht ins Innere. ZusĂ€tzlich bietet die Halle die Möglichkeit von gemeinschaftlichen Nutzungen und ist ein Ort, wo Kommunikation ermöglicht bzw. initiiert wird. Im Erdgeschoss westseitig sind nutzungsneutrale RĂ€ume (BĂŒros, Ateliers, kleine GeschĂ€fte etc.) zuschaltbar zu den Wohnungen oder getrennt verwendbar.

b) SpÀnnertyp
im SĂŒden:durchgesteckte SĂŒdwohnungen – Mit Blick in den Straßenraum
zur Einkaufsstraße
nutzungsoffene Bereiche im 1.OG sind entweder als BĂŒroflĂ€chen oder als Wohnungen nutzbar.
Im Norden: durchgesteckte SĂŒdwohnungen mit Blick in den Hof bzw. ĂŒber Balkone undVeranden zum Inneren Platz.

c) Laubengangtyp
durchgesteckte SĂŒdwohnungen mit Blick zum Stadtteilpark

d) Punkthaus
sĂŒdost/sĂŒdwestorientierte Eckwohnungen
Westwohnungen mit Gartenbezug, Ostwohnungen mit Blick in den StraßenraumNutzungszentrale Zonen sind im Erdgeschoss geplant. Sie sind mit den Wohnungen vernetzbar (Wohnen + Arbeiten) oder als separate BĂŒros oder GeschĂ€ftsflĂ€chen nutzbar.

Die Eingangssituationen strukturieren an der sĂŒdlichen Einkaufsstraße die Erdgeschosszone. Überschaubare Teilbereiche mit zuordenbaren GeschĂ€ftsflĂ€chen entstehen.
Im Norden, zum inneren Platz orientiert, betritt man den Hallentyp auf Erdgeschossniveau, sodass auch Kommunikationsbereiche wie Café, Indoor-Room, Fahrradstation und multifunk-tionale Arbeitsbereiche direkt erreichbar sind.
Das Punkthaus ist sowohl vom Straßenniveau (Hochparterre) wie auch direkt vom Erdge-schoss erschlossen, um die Kommunikationszone im Osten zu beleben. Unterschiedliche GebĂ€udehöhen bzw. die Ablesbarkeit von einzelnen Baukörpern formulieren im SĂŒden Ecksituationen zur Nachbarliegenschaft (Bauplatz D8) wie auch zum Stadtteilpark (stĂ€dtebaulicher Akzent).

Mit Ausnahme des Laubengangentypen im SĂŒdosten als Schottensystem oder Skelettbau sind alle anderen GebĂ€udetypen mit tragenden AußenwĂ€nden bzw. TrennwĂ€nden zum Gang-bereich konzipiert, um eine möglichst große FlexibilitĂ€t und VariabilitĂ€t der Grundrisse zu er-möglichen (vgl. Grundrisstypologien).