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Wien Museum

Ausloberin: Museen der Stadt Wien / Konsulenten: TGA: Allplan GmbH, Kunst am Bau: Mag.art. Ingeborg KumpfmĂĽller

Geladener, zweistufiger Realisierungswettbewerb

Neugestaltung des Eingangs- und Infobereiches:
Die vorgeschlagene Neugestaltung des Foyerbereiches sieht vor, den Raum, neben seiner Funktion alsKassen- und Informationsbereich sowie als Verteilerraum (zu Atrium, Sonder- und Dauerausstellung), durch seine offene Gestaltung auch als zusätzliche Veranstaltungshalle verwenden zu können. In Anklang an das reduzierte Originalkonzept von Haerdtl wird das Foyer leergeräumt und mit neuen funktionalen Einzelelementen ausgestattet. Die Decke bleibt Originalbestand.
Wesentliches Element ist das in den Raum verschwenkte, Pult, das den Kassen- und Informationsbereich aufnimmt. Mit seiner lichtgefüllten Zäsur, dem am oberen Rand angebrachten Lichtband sowie den integrierten Bildschirmen vermittelt es den „freischwebenden“ Infobereich. Die Wahl der Materialien (Mahagonifurnier, Aluminium Neusilber) lehnt sich an die Originalausstattung an. Der günstige Aktionsradius erlaubt in der Bedienung eine Personalflexibilität von 1 bis zu 3 Personen. Ein hinter dem Pult angebrachtes niederes Möbel dient als zusätzlicher Stauraum.
Weitere Elemente sind zwei unterschiedlich gestaltete Sitzbereiche: An der Stelle der derzeitigen in Verwendung befindlichen Garderobe ist eine Sitzecke positioniert, die auf zwei niederen Tischen (Aluminium, furniertes Holz, Glas) Laptops auf ausziehbaren Metallplatten bereithält. Sitzbänke aus rotem Kunstleder vor einer weiteren Informationswand gegenüber dem Pult dienen als Warte- bzw. Leseplätze. Die Informationswand selbst besteht aus einem 12m langem Tisch, in dem Kataloge, Folder, Bücher etc. der zum Wien Museum gehörenden Aussenstellen (teilweise versperrt, teilweise für die Besucher zugänglich) aufbewahrt werden. In Kombination mit den Detailinformationen, zugänglich über die integrierten Computer
(benutzerfreudlich geneigt angebracht), und den graphischen Hinweisen auf der Marmorwand (Gestaltung von I. KumpfmĂĽller) wird das Informationsangebot ĂĽber das Wien Museen und seine Aussenstellen abgerundet.
Das durchgängige, offene räumliche Erscheinungsbild wird vom graphischen Leitsystem (z.B. Integrierung der Sponsortafeln darin) unterstrichen. Generell stellt die graphische Gestaltung von Ingeborg Kumpfmüller Teil des Gesamtkonzeptes dar und ist auf die Gesamtkomposition abgestimmt. Die zur Zeit nicht in Verwendung befindliche, von Haerdtl gestaltete Garderobe, soll bei Veranstaltungen ausser der Offnungszeiten (wenn die Hauptgarderobe geschlossen ist) wieder ihre Funktion aufnehmen.

Museumsshop und Garderobenbereich
Museumsshop und Garderobenbereich grenzen direkt an das Foyer: Eine in den Raum gestellte 2,35m hohe Box (an die LinienfĂĽhrung der GlastĂĽren angeglichen und Innen und Aussen mit Aluminium Neusilber verkleidet)
nimmt einerseits die Garderobe auf, andererseits wird sie mit ihren Aussenflächen im umgebenden Shopbereich genutzt. Pult und Spiegel der Garderobe stammt von der aktuellen Haerdtl-Garderobe aus dem
Foyer und wird durch verschwenkbare Aufhängungen ergänzt (mit insgesamt 240 Garderobenhaken). Die drei Wände der Box gegen den Shop hin öffnen sich in drei unterschiedlich gestalteten Vertiefungen zur Aufbewahrung von einerseits T-Shirts und Postern, andererseits von Karten. Ein weiteres, grossflächiges Element lässt die gesamte Wand gegen die Aussenseite hin mittels eines spezifischen Regalsystems
bespielbar werden. Die Glasvitrine an der Marmorwand dient zur Aufbewahrung von Souveniers.

Angebot: Café- und Barbereich
Im Fall der selbstgestellten Aufgabe der „Neugestaltung des Atriumbereiches“ wird ein Café mit Bar, unmittelbar an den Shopbereich angrenzend, angedacht. In der geschäftigen Eingangszone, in der gustiert, geshoppt und gesurft wird, gliedert sich das Café konsequent ein. Auch ist es für den Besucher hier leichter erreichbar.

Generelles zur Neugestaltung im Erdgeschoss
Wichtig sind Blickverbindungen einerseits zwischen den einzelnen räumlichen Kompartimenten in den neu gestalteten Zonen des Erdgeschosses (wie vom Shop oder vom Café in die Eingangsbereiche), andererseits auch nach Aussen (wie vom Shop und vom Café zum Karlsplatz).
„Betriebsamkeit“ soll dem Foyer- und Shopbereich (einschliesslich Café) vorbehalten sein, die Ausstellungsbereiche selbst sind Orte der Ruhe. Shop, Garderobe und Café werden als „urbane Einheit“ aufgefasst, das auch die in diesem Bereichen einheitliche Deckenbeleuchtung aus dicht gesetzten Kaltkathodenröhren unterstreicht.