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"Sunny Gries" Eggenberger Gürtel

Ausloberin: BWS Gemeinnützige allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft, reg. Gn.m.b.H. / Konsulenten: Freiraum: grünplan - freiraumarchitektur.gartenkunst

geladener Architekturwettbewerb

Städtebau, Lärmschutz und Gestaltung

Die Idee des städtebaulichen Konzeptes und der Gestaltung ist es, einen als „sonnig“ empfundenen Wohn- und Lebensraum zu schaffen.

Am Eggenberger Gürtel wird eine städtebauliche Kante mit dynamisch geknickter Fassadenfolge entlang des Straßenverlaufs ausgebildet. Diese Gebäudefront schützt das dahinterliegende Gebiet vor Lärmimmissionen der stark befahrenen Straße. Zudem ist die charakteristische Fassade mit ihrer Dynamik zur Straße hin der Blickpunkt des neuen Stadtteils und bietet eine sonnige Auffrischung im ansonsten stark durch Individualverkehr und Gewerbe geprägten Stadtraum.

Eine zweite Kante im Westen entlang der Bahn wird ab dem 3. Obergeschoß kammartig aufgelöst, um Licht und Besonnung in das Innere des Grundstücks zu bringen. Zwischen diesen Gebäudeteilen sind vom OG 3 bis zum OG 6 transparente Lärmschutzwände eingefügt, die durch die gestaffelte Baukörperkonfiguration praktikable Dimensionen erhalten.
Der Sockelbaukörper wird in EG und OG 1 von der bestehenden Lärmschutzwand der Bahn geschützt. Die Wohnungen im OG 2 sind mit ihren Aufenthaltsräumen zum Inneren des Areals orientiert und in Richtung Westen nur mit einzelnen hoch schallgedämmten Fenstern ausgestattet.

Der Lärmschutz erfolgt somit durch die Gebäude selbst ergänzt durch Lärmschutzwände, sodass das Grundstücksinnere umlaufend geschützt und ein ruhiger Aufenthalt in den Außenbereichen mit hoher Qualität gewährleistet ist. Auf diese Weise wird zwischen den beiden „Betriebsachsen“ im Inneren eine ruhige, grüne Mitte gebildet, die mit der Freiraumgestaltung zu einem „grünen Gemeinschaftsraum“ wird.

Zwischen dem linear-geknickten Baukörper und der Kamm-Bebauung sind in der grünen Mitte zwei Punkthäuser eingebettet. Den nördlichen wie auch den südlichen Abschluß des Areals bilden als weichen Übergang zu den Nachbargrundstücken jeweils Reihenhäuser: im Norden an die bestehende Feuermauer der Nachbarbebauung angedockt, im Süden auf eine Kette von Fahrradräumen und -abstellplätzen aufgesetzt und auch als Lärmschutz fungierend.

Die Fassadenflächen aller Baukörper liegen nicht parallel zueinander. So werden lange Blickachsen und weite Ausblicke trotz großer Dichte ermöglicht.

Der Straßenbaukörper spiegelt die sonnig gelbe Begrüßung von der Straßenseite ins Innere des Baukörpers und in die grüne Mitte weiter. Entlang der Straße wechseln gelbe Eternitplatten mit gelbem Glas, welches den dahinterliegenden Laubengang und den Ausblick von dort in eine sonnige Atmosphäre taucht. In den Loggien auf der Hofseite bringt die Westsonne das Gelb zu einem warmen Leuchten und nimmt das Loggia-Motiv palladianischer Villen auf.
Die Fassaden der anderen Gebäude des Stadtteils werden weiß verputzt angelegt. Einzelne gelbe Akzente tragen die Farbigkeit der Eingangsfassade ins Innere.