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Ideenwettbewerb Nordbahnhof

Ausloberin: Stadt Wien MA21a, Ă–BB Infrastruktur AG / gemeinsam mit: Dipl.-Ing. Kretschmer, Freiraum: dnd Landschaftsplanung

städtebaulicher Ideenwettbewerb

Leitidee: Stadtraum (er)leben

Städtebauliche Anforderungen:
Die städtebaulichen Anforderungen an das neue Stadtquartier lassen sich wie folgt zusammenfassen:
• Schaffung eines Stadtteils mit unverwechselbarem Charakter, starker Urbanität und Nutzungsvielfalt
• Attraktive stadtgestalterische Ansätze im Hinblick auf Identität, Identifikation, Orientierung und Übernahme zentraler Funktionen
• Verbindungen schaffen zwischen den umliegenden Quartieren und Vernetzung mit den Zentren und Außenräumen.
• Impulse und Aufwertung für die angrenzenden Bezirksteile

Planungsprinzip:
Stadtraum ist geprägt durch die Qualität der Urbanität. Urbanität ist gekennzeichnet durch den erzielbaren Grad an Nutzungsvielfalt. Nutzungsvielfalt ist die Voraussetzung für einen belebten öffentlichen Raum.

Eine interaktive Nutzungsvielfalt für die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Wohn- und Arbeitsbevölkerung im öffentlichen Straßenraum ist daher eine wesentliche Zielsetzung des vorliegenden Entwurfes.

Das Zusammenwirken von angestrebter kleinteiliger Bebauung, einer möglichst vielfältigen Durchmischung der Nutzungen, attraktiven öffentlichen Räumen mit reduziertem Kfz-Verkehr, kurzen Wegen im Quartier und die gute ÖPNV-Anbindung zum Stadtzentrum stellen das Grundgerüst zu einem integrierten Konzept für eine orts-adäquate Stadtentwicklung unter Berücksichtigung eines umfassenden Nachhaltigkeitsbewusstseins dar.
Hohe Durchlässigkeit und funktionale Vielfalt, mit einem sinnvollen Verhältnis von Wohnen, Arbeiten und Versorgung (Handel, Gastronomie, Dienstleistungen, Kleingewerbe) als belebendes Moment der Erdgeschoßzonen, soll entstehen.
Das vorgeschlagene Konzept für den neuen Stadtteil soll die städtebaulichen Überlegungen auf nachhaltige Qualitätskriterien und einer besonderen Ausprägung für die Nutzung des öffentlichen Raumes im Sinne eines „Fußgängerorientierten Stadtmodells“ aufzeigen.
Im Zentrum der Überlegungen stehen fußläufige Distanzen, kurze Wege sowie die Idee der primären Nutzung der Straße als öffentlichen Aufenthaltsraum. Die öffentlichen Räume werden – soweit sinnvoll –Fußgängern, Radfahrern und der quartiersinternen Nutzung vorbehalten.