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Bombardier Bauplatz 1

Bautr├Ąger: WEVAG Wohnpark Errichtungs-, Vermietungs und Beteiligungsgesellschaft / Freiraum: 3:0 landschaftsarchitektur

Bautr├Ągerwettbewerb

STÄDTEBAU, STADTGESTALTUNG

Das Geb├Ąude liegt an der Kreuzung der Donaufelderstra├če mit einer untergeordneten Erschlie├čungsstra├če (┬ž 53-Stra├če) f├╝r Schule und Markt des neu geplanten Quartiers. Die hier dominierende L├Ąnge der Donaufelderstra├če bestimmt das Grundkonzept des Bauk├Ârperzuschnittes. Der L-f├Ârmige Bauk├Ârper ist am Treffpunkt der beiden Stra├čen ÔÇ×durchgebrochenÔÇť. Vermittelt der Zuschnitt des gesamten Bauk├Ârpers auf den ersten Blick Homogenit├Ąt und Kontinuit├Ąt, so ist durch die mehrschichtige Ausbildung der ÔÇ×BruchkantenÔÇť, die unterschiedliche H├Âhenstaffelung und gestalterische Ausbildung der Bauk├Ârper eine feine Irritation angestrebt. Eine verglaste Br├╝cke verbindet die Obergeschosse beider Geb├Ąudeteile als Gelenk. Diese Aufl├Âsung der Geb├Ąudeecke betont die angestrebte Priorit├Ąt der linearen Bebauung entlang der Strukturachse Donaufelderstra├če, sie differenziert die Bebauungsart in die Tiefe des neuen Quartiers und entspricht durch die Aufl├Âsung der Monumentalit├Ąt dem Charakter dieses Ortsteils. Die Durchl├Ąssigkeit an diesem Punkt kommt der geplanten Durchwegung des Quartiers zu Gute.

Der l├Ąngere Geb├Ąudeteil; Bauteil 1, an der Donaufelderstra├če ist bauplastisch stark horizontal geschichtet, der k├╝rzere, Bauteil 2, an der Erschlie├čungsstra├če durch Loggien aufgelockert. Die H├Âhenstaffelung des l├Ąngeren Teils erfolgt durch Vor- und R├╝ckspr├╝nge ganzer Gescho├če. Das Erdgescho├č ist als r├╝ck- bzw. vorspringendes Sockelgeschoss ausgebildet. Von der Donaufelderstra├če wie eine Arkade r├╝ckspringende, ├╝ber die gesamte H├Âhe verglaste Gesch├Ąftslokale kommunizieren mit dem Stra├čenraum und bereichern ihn mit Licht. An der aufgel├Âsten Bauk├Ârperecke tritt der Sockel so weit zur├╝ck, dass der Stra├čenraum an der M├╝ndung des Weges aus dem Garten bzw. Quartiers eine kleine platzartige Erweiterung erf├Ąhrt. Quasi als Gegenbewegung tritt das Erdgescho├č gartenseitig wie ein vorspringender Sockel, der bei den Hauseing├Ąngen noch durch Vord├Ącher gesteigert wird, in Erscheinung.

Ein vorspringendes Vordach an der Donaufelderstra├če trennt das gewerblich genutzte Erdgeschoss von den dar├╝ber liegenden Wohngeschossen, ein ebenfalls auskragendes Loggiengescho├č begrenzt den Bauk├Ârper nach oben und sch├╝tzt die dar├╝ber liegenden terrassenf├Ârmig gestaffelten Dachgescho├če vor L├Ąrmimmissionen. W├Ąhrend sich die stra├čenseitige Ausformung des Bauk├Ârpers durch ruhige horizontale Gliederung pr├Ąsentiert, akzentuieren punktuell Erker die Hofseite. Zur ÔÇ×FugeÔÇť bzw. zum ÔÇ×GelenkÔÇť endet der Bauk├Ârper mit dynamisierten Bauteilen, wie z. B. Br├╝stungen.

Die bauplastische Ausformung des kurzen Geb├Ąudeteils an der Erschlie├čungsstra├če (┬ž 53-Stra├če) ist in Anlehnung an den stra├čenseitigen variiert: ein zur├╝ckgesetztes Erd- sowie Dachgescho├č ÔÇ×haltenÔÇť den Kubus der dazwischen liegenden Gescho├če. Dieser ist von verschieden geformten Loggien durchsetzt.

Ebenso wie Vor- und R├╝ckspr├╝nge gliedern Materialwechsel vertikal wie horizontal den gesamten Bauk├Ârper und schaffen ein lebendiges Erscheinungsbild.